Aus der Idee „einfach mal daheim zu Braun“ wurde eine, wie wir finden, relativ große Braugruppe.

Wir sind eine Gruppe aus Menschen die in und um Gießen in Hessen wohnen und leben. Wir freuen uns immer wenn neue Leute zu uns stoßen oder  uns einfach mal besuchen möchten. Wichtig ist uns dass wir miteinander unsere Ideen austauschen und etwas draus machen.

Wir Reifen unser Bier in einem ehemaligen Bunker deswegen haben wir uns den Namen „Bunkerbräu“ gegeben.

Im Dezember 2020 begann Frithjof mit dem Heim Braun.

Die ersten Versuche. Mit dieser Anlage haben wir mehr als 30 Sude gemacht.

Schon kurze Zeit später waren fast immer Nachbarn mit dabei. Die sozialorientierte Wohnsiedlung, in der die meisten von uns wohnen, hat es uns ermöglicht, sehr schnell auch Gemeinschaftsräume auszuweichen.

Unsere ersten Treberbroote die in der Nachbarschaft reissenden Absatz fanden
Während die einen Brauten Backten die anderen

Bier, als verbindendes Element um eine Gemeinschaft zu fördern, oder einfach einen schönen Abend mit Freunden zu verbringen, hat viele von uns begeistert. Ein wichtiger Teil des Lebens in unserer Siedlung ist es, miteinander zu wohnen und zu leben. Nicht nur einfach den Nachbarn im Treppenhaus zu grüßen, sondern ein aktives Miteinander zu leben.
Ob man sich in einer Gruppe organisiert, in die Töpferwerkstatt geht, neue Möbel in unserer Werkstatt baut, oder einfach auf WG Partys geht, wir möchten Menschen aller Alters, Berufs und Sozialklassen miteinander verbinden. Gerade da es Bier oder andere Braugetränke ein tolles Medium um mal schnell danke zu sagen. Wenn sich ein paar Leute finden die die großen Kompostberge umgraben oder sieben, und man einfach mal ein Bier vorbei bringt, spontan ein paar Menschen sich Müllsäcke nehmen um den Müll auf den angrenzenden Grünflächen wegzuräumen, kann man Zeigen das es positive Resonanz gibt.

Nachdem sich die ersten 5-6 Leute regelmäßig zum gemeinsamen Brauen getroffen haben, sind wir in unser Mietercafé umgezogen. Mit einer kleinen 30 l RIMS Brauanlage, zwei oder Drei Kisten Material, haben wir viel experimentiert. Damals hatten wir schon angefangen Hefen in unserem kleinen „Labor“ selbst zu züchten und zu vermehren.

Das interessante waren die verschiedenen Hintergründe der Menschen, so hatten wir ziemlich viele Fachgebiete unter einem Dach. Vom Maschinenbauer/in über den Materialwissenschaftler/in, Chemiker/in, Getränketechnologin oder leidenschaftliche Bäcker die neue Gerichte mit dem Treber Backen.

So entstanden viele verrückte Ideen, aber eine Leitidee kam besonders heraus. Lokale Produkte und nachhaltige Produkte sind vielen von uns wichtig. So kam die Idee, dass wir ja auch die gesamte Siedlung immerhin ca. 300 Menschen oder auch die angrenzenden Projektsiedlungen bestimmt noch mal ca. 1000 Menschen langfristig und zuverlässig mit unseren Brauprodukten versorgen wollen.

Das ist natürlich ein relativ großer Schritt und sehr sehr viele Formalien sind notwendig. Im ersten Schritt konnten wir als Mieterverein mit dem Zoll entsprechende Regelungen finden.

Das war dann auch der Startschuss, denn in den letzten 3-4 Monaten, in denen das Brauen etwas in dem Hintergrund getreten ist. Wir haben einen neuen Brauraum von unserem Vermieter bekommen, und eine neue Brauanlage gebaut, die groß genug ist und vieles neu durchdacht.

Wie können wir Gären, wie können wir Reifen, wie können wir das „Flaschenspühlproblem“ in den Griff bekommen, und vieles andere. Im September 2021 ist der neue Raum und die neue Brauanlage fertig geworden. Zwar gibt es immer noch einiges zu tun, aber wir können jetzt den Betrieb richtig aufnehmen.

Doch sind wir lange nicht fertig. Als nächstes bauen wir noch einen Raum zum Spülen und Abfüllen und eine „große“ Flaschenspielanlage um ca 5 Kästen gleichzeitig zu Spülen.

Die Gruppe besteht aus ca. 30 Menschen, von denen 5-7 hauptaktiv sind und viele gelegentlich mal mitmachen.

Kategorien: Meinung

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